Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber
Zielgruppe:
Der Kurs richtet sich an Interessierte, angehende Rettungsschwimmer, Wiederholer zur Aufrechterhaltung des Rettungsschwimmscheins, aktive Einsatzkräfte.
Voraussetzungen:
Für die Teilnahme am Rettungsschwimmkurs ist das sichere Schwimmen erforderlich.
Sicheres Schwimmen im Sinne dieser Prüfungsordnung heißt:
- 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen zu können und dabei mindestens 200 m zurückzulegen.
- In Bauch- und Rückenlage schwimmen zu können.
- Beherrschung der Schwimmstile Kraulschwimmen und Brustschwimmen.
- Mindestens Paketsprung und Sprung kopfwärts zu beherrschen.
- Sich unter Wasser orientieren zu können.
Inhalt:
Die Prüfung besteht aus Theorie und Praxis.
Die theoretische Prüfung erfolgt mittels bundeseinheitlicher Fragebögen und umfasst den Nachweis folgender Kenntnisse:
- Atmung und Blutkreislauf
- Gefahren am und im Wasser
- Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
- Vermeidung von Umklammerungen
- Erste Hilfe
- Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
- Rettungsgeräte
- Aufgaben und Tätigkeiten der DLRG
Ausführungsbestimmungen:
Zur Ausstellung des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens Silber muss der Nachweis einer Erste Hilfe-Ausbildung oder Erste Hilfe-Fortbildung nach den gemeinsamen Grundsätzen der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) vorliegen. Diese Voraussetzungen werden auch von einer durch die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe (QS–EH) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ermächtigten Ausbildungsstelle erfüllt. Die Ausbildung oder Fortbildung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
Die praktische Prüfung umfasst folgende Elemente:
- 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
- 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
- Ein Sprung aus 3 m Höhe
- 25 m Streckentauchen
- Dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten, mit dreimaligem Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
- 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Minuten
- Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
- 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je eine Hälfte der Strecke mit Kopf- oder Achsel- und einem Fesselschleppgriff (Standard-Fesselschleppgriff oder Seemannsgriff)
- Handhabung und praktischer Einsatz eines Rettungsgerätes (z.B. Gurtretter, Wurfleine oder Rettungsring)
- Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
- Sprung kopfwärts ins Wasser
- 20 m Anschwimmen in Bauchlage
- Abtauchen auf 3 bis 5 m Tiefe
- Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
- Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
- 25 m Schleppen
- Sichern und Anlandbringen des Geretteten
- 3 Minuten Durchführen der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
Für die selbständige Vorbereitung auf die Theorieprüfung empfehlen wir das Prüfungsfragenquiz
Die Durchführung der Rettungsschwimmausbildung unterliegt der Prüfungsordnung
Da die Lehreinheiten aufeinander aufbauen, ist eine regelmäßige Teilnahme zu den einzelnen Lehreinheiten Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
Mitzubringen:
- gültiger Nachweis Erste-Hilfe - zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre (falls vor dem Kurs bereits vorhanden)
- Rettungsschwimmpass (falls vorhanden)
- Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten bei Teilnahme von Minderjährigen
- Selbsterklärung zum Gesundheitszustand
- Schwimmbrillen sind während der Rettungsschwimmausbildung nicht gestattet
- großes Handtuch zum Aufwärmen
Termine & Infos